Meinungen und Kommentare sind Ausruck einer perönlichen Sichtweise des Autors und spiegeln nicht zwingend die Haltung des FCBW oder aller seiner Mitglieder wider.
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Bald geht’s los
In zehn Tagen ist der Kickoff zu einer historischen Saison
Auch wenn noch ein Testwochenende ansteht, ist es so langsam an der Zeit, schon mal einen Blick nach vorne zu werfen, in zehn Tagen geht es immerhin schon wieder los. Was erwartet uns in der neuen Liga? Was kommt da auf uns alle zu?
Eine Veränderung habe ich gleich, nachdem wir als Aufsteiger feststanden, zu spüren bekommen, die mediale Wucht mit der der moderne Profifußball daher kommt. Seit unserer ausgelassenen Uffstiechsparty am Bölle donnern jeden Tag zig News via RSS und Google-Abo in meine diversen Postfächer. Ich glaube, seitdem habe ich mehr Neuigkeiten über den SV98 und alle anderen Vereine der 3.Liga erhalten, als in der kompletten letzten Saison. Im Laufe der Saison wird das wohl nicht weniger werden, zumal dann auch noch die Schwergewichte der Berichterstattung dann erst richtig loslegen werden. Ich bin mal gespannt, mit welch einem Tross die ARD z.B. am ersten Spieltag am Bölle aufschlägt und wie groß die Meute der mitreisenden Journalisten sein wird. Journalisten, die noch vor gar nicht langer Zeit aus den Presseräumen der Allianz-Arena zu München berichtet haben, werden nun in unseren beschaulichem Presseraum, immerhin mit beruhigendem Aquarium, einfallen. Alleine die Pks und die Betreuung der VIPs, lokale und mitreisende, wird eine Herausforderung für den Verein.
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Jetzt ham mer den Salat
Kommentar zum UFFSTIECH
Die Frage, wer mit diesem Ausgang der Saison gerechnet hat, wurde von vielen beantwortet. Am verblüffendsten hat es wohl Oliver Heil letzte Woche in der Sendung Elfmeter (Rheinmaintv) getan. „...intern hat der Trainer anders, als zu euch gesprochen (Anmerkung: die Presse ist gemeint)“. Klar, der Vater des Erfolgs, Coach Kosta, wirkte auch in unserem Interview zu Saisonbeginn äußerst motiviert und ehrgeizig. Aber, wer konnte damit rechnen, dass das Ziel, das in drei Jahren erreicht werden sollte, derart schnell machbar ist. Zumal Erfolg im Sport nur bedingt planbar ist. Was alles zu einem solchen Erfolg gehört, haben wir in dieser Saison erlebt. Da gilt es, Rückschläge wegzustecken, da benötigt man in der ein oder anderen Situation das nötige Quäntchen Glück und es bedarf einer gehörigen Portion Können. Können war von Anfang an spürbar, auch wenn der Saisonstart, zumindest von den Ergebnissen her, holprig war. So mancher dachte nach der unglücklichen Auftaktniederlage gegen Pfullendorf: „...schon wieder so eine Saison...“. Aber es gab in der Hinrunde zwei Wegmarken, die ein Fingerzeig für die Saison waren: der „Last Minute Sieg“ gegen die kleine Eintracht und das Spiel in Kassel.
Zeichen gesetzt
Kontinuität kein Fremdwort mehr am Böllenfalltor
Gestern hat Kosta Runjaic seinen am Ende der Saison auslaufenden Vertrag endlich um ein weiteres Jahr verlängert. Endlich deshalb, weil seit einem Artikel des Darmstädter Echo, Mitte Januar, nichts mehr zu hören war in dieser Angelegenheit. Und wie es bei solchen Angelegenheiten der Fall ist, kochte die Gerüchteküche über. Von: „wenn der Aufstieg nicht klappt, isser weg“, über: „der hat andere Angebote“, bis: „der zockt um die Kohle“ reichten die Vermutungen. Gemeinsam haben all diese Gedanken, dass eine gewisse Wertschätzung dem Trainager gegenüber mitschwingt.
Jetzt sin mer Zweiter, wie geht´s weiter?
Die neue Situation bringt viele Fragen mit sich
Bei allem Bedauern über die Pleite eines weiteren Traditionsclubs freut doch, zumindest aus Darmstädter Sicht, der Blick auf die Tabelle. In der Natur der Sache liegt es aber auch, dass man im Nordhessischenzonenrandgebiet mit Bauchschmerzen die Ereignisse zur Kenntnis nimmt. Denn, von einem einst stolzen Vorsprung sind gerade mal zwei Punkte geblieben, bei einem Spiel weniger als der neue Verfolger SV98. Die Lilien liegen also nun in direkter Schlagdistanz, zumal Hessen Kassel noch am Böllenfalltor zu Gast ist und am letzten Spieltag zum Zuschauen verdammt ist. Selbst wenn Mirko Dickhauts Mannschaft das noch ausstehende Spiel gewinnen sollte, kann der SV98 aus eigener Kraft den Platz an der Sonne erobern. Klar beklagen die Kasseler, dass der Stolz Südhessen übermäßig von den Pleiten Weidens und Ulms profitierte. Man darf aber nicht unterschlagen, dass der SV98 nicht ganz zu Unrecht den zweiten Platz einnimmt.
Umdenken
Lasst uns doch mal über Aufstieg reden...
Drei Spieltage vor Ende der Hinrunde steht der SV98 auf Platz 7, acht Punkte hinter Ligaprimus Kassel und 11 Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz. Völlig berechtigt beschweren sich Fans und alle, die es gut mit dem SV98 meinen, über die Zuschauerzahlen. Offiziell 16.700 Zuschauer konnte der SV98 bisher in seinen sieben ausgetragenen Heimspielen begrüßen. Macht einen Schnitt von 2.386 – Rang drei in der Zuschauerwertung. So weit die Fakten...
Was ist eigentlich, wenn der SV98 die nächsten drei Spiele gewinnt, wenn er voll punktet? Neun weitere Punkte, die durchaus machbar sind, könnte man nicht mehr als „den Mittelfeldplatz gefestigt“ verkaufen.
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